Kinderschutzkonzept der Kindertagespflege „Seifert/Hauk“

1. Einleitung und Trägerstruktur
Die Kindertagespflege „Seifert/Hauk“ in der Dolomitenstraße 99, 13187 Berlin-Pankow, bietet einen geschützten und familiären Rahmen für die Betreuung, Erziehung und Bildung von Kleinkindern. Betrieben wird die Einrichtung von den selbstständigen Kindertagespflegepersonen Silke Seifert und Martina Hauk. Der Schutz und das Wohlbefinden der uns anvertrauten Kinder stehen im Mittelpunkt unseres täglichen Handelns. Dieses Kinderschutzkonzept dient als verbindlicher Leitfaden für uns und als transparente Information für Eltern sowie das zuständige Jugendamt Pankow. Es basiert auf den gesetzlichen Grundlagen des § 8a SGB VIII (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung) sowie dem Berliner Bildungsprogramm.

2. Pädagogischer Bezug zum Kinderschutz (Situationsansatz)
Unser Verständnis von Kinderschutz ist untrennbar mit unserer pädagogischen Arbeit verbunden. Wir nehmen die Bedürfnisse der Kinder ernst und setzen dort mit unseren Angeboten an (Situationsansatz). Jedes Kind erhält in der Kindertagespflege Seifert/Hauk die Möglichkeit, selbstbestimmt zu handeln.
Durch diesen Ansatz stärken wir die Kinder in ihrer Selbstwirksamkeit und unterstützen sie in ihrem selbsttätigen Handeln. Kinder, die erfahren, dass ihre Meinung zählt, ihre Grenzen respektiert werden und sie aktiv mitgestalten dürfen (Partizipation), entwickeln ein gesundes Selbstbewusstsein. Dieses Selbstbewusstsein ist der wirksamste präventive Schutz gegen Gewalt, Übergriffe und Grenzverletzungen.

3. Rechte der Kinder und Partizipation
In der Dolomitenstraße 99 leben wir eine Kultur der Achtsamkeit. Die Kinder haben das Recht auf:
    •    Gewaltfreie Erziehung und körperliche wie seelische Unversehrtheit.
    •    Beteiligung an Entscheidungen, die ihren Alltag betreffen (z. B. Spielgestaltung, Essenswünsche).
    •    Respektierung ihrer persönlichen Grenzen (z. B. beim Wickeln, Füttern oder Kuscheln).
    •    Eine Umgebung, in der sie Gefühle wie Wut, Trauer und Freude frei und sicher äußern dürfen.

4. Personalverantwortung und Verhaltenskodex (Silke Seifert und Martina Hauk)
Als Kindertagespflegepersonen verpflichten sich Silke Seifert und Martina Hauk zu einem professionellen, reflektierten und gewaltfreien Umgang mit den Kindern.
    •    Prävention im Alltag: Wir achten auf eine feinfühlige Kommunikation. Körperliche Züchtigungen, seelische Verletzungen (wie Demütigungen oder Liebesentzug) sowie Vernachlässigung sind strikt ausgeschlossen.
    •    Reflexion: Da wir im Team arbeiten, nutzen wir den Vorteil der gegenseitigen kollegialen Beobachtung und Beratung. Wir reflektieren unser Handeln regelmäßig, um Betriebsblindheit oder Überforderungssituationen frühzeitig zu erkennen und abzuwenden.
    •    Qualifikation: Wir weisen dem Jugendamt Pankow regelmäßig unsere erweiterten Führungszeugnisse sowie den Nachweis über Erste-Hilfe-Kurse am Kind nach und nehmen an Fortbildungen zum Thema Kinderschutz teil.

5. Gefährdungseinschätzung und Verfahrensablauf bei Verdacht (§ 8a SGB VIII)
Sollte der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung (durch Vernachlässigung, körperliche/psychische Gewalt oder sexualisierte Gewalt) im häuslichen Umfeld des Kindes oder innerhalb der Kindertagespflege aufkommen, greift ein verbindlicher Stufenplan:
    1    Wahrnehmung und Dokumentation: Silke Seifert und Martina Hauk halten konkrete Beobachtungen (Verhaltensänderungen, Verletzungen, Äußerungen des Kindes) sachlich und zeitnah schriftlich fest.
    2    Kollegialer Austausch: Wir besprechen den Verdacht umgehend im Team, um die Situation gemeinsam zu bewerten.
    3    Einschaltung einer insoweit erfahrenen Fachkraft (IseF): Bei gewichtigen Anhaltspunkten ziehen wir eine externe, koordinierende Kinderschutzfachkraft des zuständigen Jugendamtes Pankow oder einer anerkannten Beratungsstelle hinzu, um das Risiko anonymisiert einzuschätzen.
    4    Gespräch mit den Personensorgeberechtigten: Sofern dadurch der Schutz des Kindes nicht gefährdet wird, suchen wir das Gespräch mit den Eltern, weisen auf den Hilfebedarf hin und wirken auf die Inanspruchnahme von Hilfen hin.
    5    Meldung an das Jugendamt Pankow: Lassen sich die Gefahren nicht abwenden oder verweigern die Eltern die Kooperation, sind wir gesetzlich verpflichtet, das Jugendamt Pankow (Region/Allgemeiner Sozialer Dienst) unverzüglich zu informieren.

6. Erziehungspartnerschaft mit den Eltern
Ein gelingender Kinderschutz baut auf Vertrauen zwischen den Eltern und uns, Silke Seifert und Martina Hauk. Wir pflegen eine transparente Erziehungspartnerschaft durch tägliche Tür-und-Angel-Gespräche sowie regelmäßige Entwicklungsgespräche. Eltern werden aktiv über dieses Konzept informiert, welches in den Räumen der Dolomitenstraße 99 jederzeit einsehbar ist.

7. Qualitätsentwicklung und Überprüfung
Dieses Kinderschutzkonzept ist dynamisch. Es wird von Silke Seifert und Martina Hauk jährlich auf seine Aktualität hin überprüft, bei Bedarf an neue gesetzliche oder strukturelle Rahmenbedingungen in Berlin-Pankow angepasst und kontinuierlich im Alltag gelebt.

Stand: September 2026
Berlin-Pankow